Im kommenden Sommer wird das Akkordeon-Orchester Lommiswil (AOL) eine zehntägige Musikreise in die spanische Heimat seines Dirigenten José de Mena unternehmen. Die Spielerinnen und Spieler werden mit rund zwanzig Aktiven und zehn Begleitpersonen im spanischen Ponferrada mehrere Benefiz-Konzerte durchführen. Auch wenn Flug, Unterkunft und Verpflegung von jedem selber übernommen werden, sind noch nicht alle Kosten gedeckt.

Das AOL hofft deshalb auf weitere Spenden für Transport, Versicherung, zusätzliche Instrumente und die Miete von technischem Equipment. Passend zu diesem Vorhaben, lautete das Motto des diesjährigen Konzerts «Viva Espana». Entsprechend temperamentvoll kamen denn auch die von Pesche Luginbühl angesagten Stücke daher.

Bis zum Paso Doble

Aber alles der Reihe nach: Präsidentin Conny Schwiete hiess die Anwesenden herzlich willkommen und bat zuerst die fünf Nachwuchstalente der Musikschule BeLoSe mit ihren Rhythmus-Instrumenten auf die Bühne der Dorfhalle. Die Mitglieder des AOL animierten anschliessend mit einem Volksmusik-Potpurri zum Mitsingen und Mitschunkeln. Vollends in Stimmung kam die Halle dann mit «Pirats oft the Caribbean», arrangiert – wie alle Stücke des Abends – von José de Mena.

Endgültig in Spanien angekommen war das Publikum dann mit dem Stück «Espana Cani». Unterstützt durch die Rhythmen der sechsköpfigen Rhythmus-Combo des AOL und der zwei Gitarren, interpretierte das Orchester den Paso Doble vortrefflich. Und auch «Oyo como va» vermochte das Publikum zu begeistern.

Zum Abschluss des ersten Teils trat Ernst Rohrer mit dem Akkordeonnachwuchs auf. Nach einem «Dudelsackschottisch» und einem Stück gemeinsam mit dem AOL forderte das Publikum die Musikerinnen und Musiker zu einer Zugabe heraus.

Schlagzeug- und Gitarrensolo inklusive

Auch mit bekannten Melodien von ABBA, Led Zeppelin, Eagles und Michael Jackson überzeugte das Orchester. Speziell zu erwähnen sind dabei sicher das Schlagzeugsolo von Janis Isch im Stück Pick up the pieces und das Gitarrensolo von Jan Stähli zu Hotel California, die mit Standing Ovations belohnt wurden. Auch die Zugabe in Form eines Deep-Purple-Medleys brachte den Saal zum Beben. Wenn das AOL diese Spielfreude beibehält, wird sicher auch Spanien beben.

Die Präsidentin verdankte die Mithilfe der vielen Helfer aus den verschiedensten Lommiswiler Vereinen. Ohne diese wäre ein kleiner Verein wie das Akkordeon-Orchester Lommiswil niemals in der Lage, einen solchen Abend zu stemmen, der zu den Klängen von DJ JoHo an der «UnverzichtBar» ausklang. (mml)